Berufsberatung Brahm

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Autor: sbrahm

  • Halloween für kleine Kinder

    Wir haben für unsere Kinder eine kleine Halloweenparty gemacht. Genauer gesagt, haben zwei liebe Mütter aus unserer Straße die Party veranstaltet. Jeder hat etwas zu essen mitgebracht, die Kinder haben im Garten gespielt und sind in der Dämmerung um die Häuser gezogen und haben Süßigkeiten gesammelt.

    Dieses tolle Buffet haben allerdings die anderen Mütter gezaubert. Ich habe lediglich zwei Tüten Pombären geöffnet und in eine Schüssel gefüllt und eine Packung Schokoküsse (Geister) dazu gestellt. Nächstes Jahr bemühe ich mich dann auch etwas tolles und individuelles zu kreieren 😉

    In unserem Wohngebiet boomt Halloween. Es waren unzählige Kinder unterwegs, die Tüten schnell gefüllt mit Unmengen an Süßigkeiten, die Dekoration der Häuser wird von Jahr zu Jahr aufwendiger, genau so wie die Kostüme.

    Deshalb habe ich auf die Schnelle noch Deko für den Hauseingang Deko gebastelt.


    Ich persönlich mag es zwar lieber, wenn die Kids mit ihren hübschen Laternen umher ziehen, Lieder singen und dafür Süßigkeiten bekommen anstatt hässlich schaurig nur nach Süßem zu verlangen, aber ich glaube wir müssen offen sein für Veränderungen und diese zulassen.
    Ich bemühe mich meinen Kindern St. Martin und die Freude am Teilen näher zu bringen, aber wenn das Singen gehen von der neuen Halloweentradition abgelöst wird, ist das für mich auch in Ordnung.

    Feiert ihr Halloween?
    Wie war euer Fest?

    Alles schaurig Liebe
    Sophia

  • Herbst erleben

    Herbst erleben

    Ich liebe den September und die folgende Herbstzeit sehr. Der Sommer verabschiedet sich ganz langsam, beschert uns dabei aber eine Fülle an Früchten, Blumen und Farben. Manchmal ist es noch schön sommerlich warm, manchmal ist es schon nass und frisch. Ich habe nachfolgend einfach einmal aufgelistet, was wir so gerne zur Herbstzeit machen. Vieles davon ist kostenlos.

    Da unser Kind eine Waldwandergruppe besucht, erlebt er dort natürlich das Naturschauspiel Herbst ganz intensiv. Das empfinden wir als sehr wertvoll, denn die Achtsamkeit für die Natur und die Veränderung kommt so ganz automatisch.

    Ein Waldspaziergang oder eine Fahrradtour durch den Wald ist immer wieder ein Erlebnis. Jede Woche sieht es anders aus. Immer mehr Blätter fallen von den Bäumen auf den Boden und es raschelt immer lauter unter den Füßen.

    In Pfützen hüpfen/mit dem Fahrrad durch Pfützen sausen ist definitiv das Highlight an dunklen Tagen und sollte es einmal regnen, gehen wir ganz bewusst raus und Tanzen mit den Regentropfen um die Wette. Manchmal rennen wir aber auch schnell nach Hause, sollte uns der Regen überraschend erwischen und wir sind nicht mit Regenjacke und Gummistiefeln ausgestattet.

    Einen Besuch im Wildpark macht uns allen immer große Freunde. Die Tiere dort darf man mit gesammelten Eicheln und Kastanien füttern.

    Ein Lagerfeuer machen erzeugt immer eine ganz besondere und ein bisschen aufgeregte Stimmung. Leider haben wir keine Feuerschale, vielleicht wäre das aber mal eine gute Anschaffung.

    Zum Thema „Drachen steigen lassen“ verfolgt mich eine romantische Vorstellung, die aber oft von der Realität gnadenlos vernichtet wird. Etwas Humor gehört dazu, deshalb führe ich das Drachen steigen lassen hier gerne mit auf.
    Meine Vorstellung: alle gehen raus aufs Feld, jeder hat seinen Drachen und alle fliegen toll im Wind und jeder hat Spaß daran. Lachend läuft man vom einen abgestürzten Drachen zum anderen, jeder hilft jeden seinen Drachen wieder in die Luft zu bringen – alle haben Spaß und sind längere Zeit beschäftigt, warm eingepackt, nicht frierend.
    Realität: Der Lenkdrache meines Mannes ist noch zu stark und schwer in der Handhabung für unsere Kinder und für mich, ehrlich gesagt, auch. Bei mir stürzt er ständig ab und ich bin irgendwie voller Panik, wenn ich allein verantwortlich für dieses fliegende Ungetüm bin. Ständig macht er Sturzflüge und prallt mit einer Wucht auf dem Boden auf, dass ich jedes Mal bete, niemand steht genau dort! Ständig muss einer von uns zum Drachen laufen und helfen ihn wieder in die Luft zu befördern. Mal ganz lustig, aber 20 mal in 5 Minuten dann auch irgendwie ätzend.
    Jemandem dabei zu zusehen, wie er einen Drachen fliegt, ist allerdings auch nur so semi geil. Mal ganz cool, aber irgendwann lässt die Begeisterung dann auch nach 😀
    Noch besser: die Kinderdrachen. Kleine einfache Drachen mit einer Schnurr, die nur bei starkem Wind fliegen. Erkläre einem Kind, dass es bitte nur in eine Richtung laufen darf, damit der Drache in der Luft bleibt. Aber bitte nicht zu weit, immer in unserer Nähe bleiben 😀 Oh man…. und ist der Drache einmal in der Luft steht das Kind wie angewurzelt da und rührt sich nicht mehr, weil, es hat ja die Drachenschnurr in der Hand.
    Das wird recht schnell langweilig und vor allem KALT. Denn Drachen fliegen gut bei starkem Wind – TOLL!
    Wenn man dann nicht damit beschäftigt ist sich oder anderen Familienmitgliedern die Hundekacke von der Schuhsohle zu kratzen, wird das Drachen steigen lassen zu einer eher kurzweiligen semitollen Aktion – bei uns jedenfalls.
    Ich glaube aber fest an das Eintreten meiner romantische Variante, sobald die Kinder größer sind und selber einen Lenkdrachen steuern können.

    Gutes Essen gehört das ganze Jahr zu meinen Favoriten- natürlich auch im Herbst:

    Pflaumenkompott, Kaiserschmarren mit Pflaumenkompott – mmhhh… das muss einfach sein!

    Weckmänner und Apfelkuchen backen, spätestens zu St. Martin ein ganz besonderes Highlight.

    Kürbissuppe esse ich sehr gerne und gehört definitiv in den Herbst. Ist schließlich ein sehr saisonales Gemüse. Leider von den Kids nicht so sehr geliebt, wie von mir.

    Blätter, Kastanien, Eicheln und andere Naturschätze werden hier zu 1000den gesammelt. Die Blätter pressen wir zumindest teilweise.

    Im September sind unsere Äpfel reif und wir alle lieben es einen Apfel nach dem nächsten zu pflücken und zu essen.

    Die Äpfel wollen geerntet werden, ein paar Pflanzen brauchen einen Rückschnitt, die Hecke muss dringend in ihre Schranken gewiesen werden, die Bewässerungsanlage abgebaut und der Rasenmäher eingewintert werden. Die Blumenkästen aus Sommerzeiten haben es hinter sich und bei all dem können die Kinder ganz wunderbar helfen. Was wir in der Herbstzeit im Garten alles machen, könnt ihr hier nachlesen.

    Nachdem wir im Sommer eher weniger basteln und viel draußen sind, kehrt im Herbst etwas mehr Häuslichkeit ein. Wir dekorieren den Jahreszeitentisch und basteln ein bisschen was (ich mag selber nicht gerne basteln, halte das deshalb auf einem Minimum). Laternen und ein bisschen Halloweenspaß müssen aber natürlich sein. Wie wir Halloween feiern könnt ihr hier nachlesen und auch unser St. Martinsfest teile ich mit euch hier.
    Da das Kürbisschnitzen für kleine Kinder häufig noch zu schwierig ist, greifen wir hier gerne auf Edding und Sticker zurück und malen den Kürbis nur an. Dieses Jahr gab es dafür eine kleine Straßenaktion in unserer Nachbarschaft. Dabei waren wir Eltern aber eigentlich nur damit beschäftigt unsere spielenden Kinder vor fahrenden Autos zu schützen und so malte ich schnell ein Gesicht zu den paar gemalten Linien meiner Kinder. Denn alles war wichtiger und spannender als die Kürbisse zu gestalten,- klar, bei 20 Kindern, mit denen man spielen kann.

    Gerne mag ich aber unser Blättermobile und unsere Halloweendeko an der Tür kam auch gut an.
    Absolutes Muss im Herbst: Das Aufhängen der Laternen aus den letzten Jahren. Ich liebe es sie als Deko aufzuhängen. Ich finde es einfach schön, wenn sie die Fenster erleuchten und auf diese Art schätzen wir die Arbeit aus dem letzten Jahr noch einmal wert und erfreuen uns für mehrere Jahre daran, anstatt sie nach dem Martinsfest zu entsorgen.

    Wo wir schon beim Martinsfest sind:
    Wir feiern drei Feste im Herbst. Zuerst kommt St. Michaeli. Wir geht es um das Thema Mut. Meiner Erfahrung nach wird St. Michaeli nur in Waldorfkreisen gefeiert, deshalb greife ich dieses Fest gerne zuhause auf. Wir lesen eine Geschichte zum Thema Mut und Ritter und backen ein Schwert aus Quark-Öl-Teig. Wenn es sich anbietet, baue ich an diesem Tag ein paar Mutspiele ein, wie zB. von Baumstämmen springen, Balancieren oder ähnliches.
    Ein Lagerfeuer am Abend mit Stockbrot runden den Tag ab.

    Leider habe ich von diesem Jahr keine Bilder unseres Festes gemacht. Nächstes Jahr nehme ich euch dann genauer mit.

    Nach St. Michaeli folgt am 31.10 Halloween. Ich persönlich mag es nicht besonders gerne, aber in unserer Nachbarschaft ufert diese amerikanische Tradition langsam aus. Da es immer nette Aktionen für die Kids gibt, machen wir mit uns gestalten unsere Haustür, ziehen mit durch die Straßen, sammeln Süßigkeiten und halten selbst welche für klingelnde Monster bereit. Wie oben bereits erwähnt, könnt ihr hier gerne nachlesen, wie unser Fest aussah.

    Am 1.11. ist Allerheiligen und hier in NRW Feiertag. Früher besuchten wir immer das Grab meiner Oma, zukünftig aber wohl eher das meines Bruders. Dieses Jahr haben wir als Familie einen sportlichen Ausflug gemacht und waren nicht auf dem Friedhof, da in den späten Abendstunden bei uns aktuell leider die Abendroutine vorgeht.

    St. Martin ist dann für uns als Familie das letzte Fest im Herbst, ehe für uns der Winter beginnt. Hier nehme ich euch die Tage gerne mit.
    Bereits Wochen zuvor hören wir viele Herbstlieder für Kinder. Darunter natürlich auch St. Martins- und Laternenlieder.
    In der Regel nehmen wir an einem großen Martinsumzug im Nachbarort teil. Hier gibt es eine Kapelle, einen Reiter, ein großes Lagerfeuer mit Martinsgeschichte und am Ende eine Martinstüte für die Kinder.
    Ein schönes Erlebnis. Unser richtiges Fest zelebrieren wir dann aber erst gemeinsam mit dem Kindergarten. Nach dem Mittagessen im Kindergarten hole ich meinen Sohn ab und wir backen aus dem vorbereiteten Hefeteig Weckmännchen. Wir dekorieren den Tisch hübsch, zünden eine Kerze an und essen am Nachmittag alle zusammen unsere Weckmännchen mit einer Tasse warmen Kinderpunsch. Danach geht es zurück zum Kindergarten, wo die Kinder einen Umzug machen und wir alle zusammen am Lagerfeuer mit Buffett und Getränken den Abend mit der Martinsgeschichte ausklingen lassen.
    Wie der Tag genau verlief, könnt ihr hier nachlesen.


    Wie verläuft euer Herbst?
    Wie feiert ihr die Feste?

    Ganz herzlich-herbstliche Grüße

    Sophia

  • Taufe und Familienfeste                                               planen, organisieren und genießen

    Taufe und Familienfeste planen, organisieren und genießen

    Auch wenn es immer seltener wird, wir haben uns für die Taufe unserer Kinder entschieden. Auf die genauen Beweggründe möchte ich an dieser Stelle gar nicht näher eingehen, denn es soll viel mehr um die einfache Gestaltung einer Feierlichkeit gehen.
    In unserem Familienalltag versuchen wir uns an einem minimalistischen Lebenskonzept zu orientieren. Ein Familienfest stellt diesbezüglich durchaus eine Herausforderung dar.

    Deshalb hier zunächst meine vier Leitsätze für minimalistische Familienfeste:

    1. Keep It Simple – gestalte den Rahmen und das Fest einfach und nicht zu aufwendig.
    2. Setze Prioritäten und lass den Rest sein – alles hat seine Zeit! Deine aktuelle Lebenssituation mit kleinen Kindern zuhause führt unweigerlich zu Staub auf den Fußleisten – so what?!
    3. Nutze deine Ressourcen: Schau welche Deko du schon hast und wie du daraus etwas schönes gestalten kannst. Geschirr und anderes Equipment wie ein Grill, Stühle, Tische etc. kann man sich oft auch gut im Familien- und Freundeskreis ausleihen.
    4. Den Anlass bewusst machen – Wir feiern die Taufe eines kleinen Mädchens – passe das Drumherum dem Anlass an, denn es geht um die Taufe und das Kind und nicht um materielle, perfektionistische Dinge im Außen

    Dank folgender Punkten lassen sich diese vier Leitsätze ganz praktisch umsetzen:

    1. Gute Planung:
      Als erstes ist es wichtig den Rahmen abzuklären und sich Notizen zu machen. Ich habe dafür die Trello App genutzt und mir alles wichtige notiert. Darunter:
      1. Anzahl und Namen der Gäste
      2. Ort der Veranstaltung
      3. Einladungskarten
      4. Taufspruch
      5. Outfits aller Familienmitglieder auswählen, besorgen, zurecht legen
      6. Dekoideen – was habe ich bereits an Dekoartikeln und was muss ggf. ergänzt werden/kaufen
      7. Menü planen
      8. Einkaufsliste schreiben
      9. Programm/Kinderbeschäftigungsideen, benötigte Materialien
      10. Liste mit Todos und konkreten Aufgaben zur Vorbereitung erstellen (Garten aufräumen, Grill sauber machen, Getränke kalt stellen, Blumen kaufen etc.)
    2. Feierlichkeiten auslagern:
      Das macht es häufig deutlich einfacher, aber auch in der Regel teurer. Raummiete, Speisen und Getränke, Personal etc. wollen bezahlt werden. Dafür entfällt oft das Thema Dekoration, Vorbereitungen und Aufräumen, da diese Punkte für einen übernommen werden.
    3. Einladungskarten drucken lassen anstatt sie selber zu basteln kann enorm entlasten. Es spart viel Zeit und ist oft gar nicht teuerer, als sich das ganze Bastelmaterial inkl. Stempeln, Stanzern etc. zu kaufen. Ich habe die Einladungskarten über www.diekartenmacherei.de bestellt und war wiedereinmal absolut zufrieden mit der Qualität und dem Service.
    4. Dekoration:
      Erst einmal habe ich ein checkup gemacht, was ich alles an Dekorationsmaterial noch zuhause habe. Kerzenständer, Teelichthalter, Kerzen, Baumscheiben, Girlanden, Lichterketten, schöne Gläser, Konfetti und saubere Konservengläser als Vasen hatte ich alles da. Ich habe nur Servietten, Luftschlangen und die gemusterten Girlanden gekauft. Alles kann ich aber weiterhin wiederverwenden.
      Natürlich habe ich noch frische Blumen im Blumenladen gekauft. Diese aber so ausgewählt, dass ich sie gut mit den Blumen aus dem Garten ergänzen kann. So habe ich optisch eine Harmonie zwischen innen und außen geschaffen und kann nach Bedarf die Vasen füllen.
    5. Vorbereitungen verteilen
      Vorbereitungen sollten im besten Fall sowohl zeitlich auf mehrere Tage verteilt, als auch unter verschiedenen Personen aufgeteilt werden. Das Dekorieren habe ich bereits nach und nach einige Tage zuvor begonnen, ebenso die Vorbereitungen für das Essen. Die Omas übernahmen je eine großen Schüssel Salat und so war die Auswahl am Ende groß, die Arbeit für mich und alle anderen aber gering.
    6. Einfaches Essen
      …muss nicht schlecht sein. Wir haben uns für Burger entschieden, die zwar nährwerttechnisch nicht der Knaller sind, aber sie boten unseren Gästen etwas Beschäftigung, waren sehr gut und einfach vorzubereiten und brauchten nur einen Grill und wurden von allen, auch den Kindern, gegessen.
      Meine Rettung: Kuchen von Coppenrath und Wiese.
    7. Perfektionismus ausladen
      Wenn ihr wirklich nur die Menschen zu euch nach Hause einladet, die euch wirklich etwas bedeuten, die euch am Herzen liegen und mit denen ihr ein vertrauensvolles Verhältnis habt, dann dürfen die Fußleisten staubig sein, es dürfen sich Handabdrücke an euren Fensterscheiben tummeln und die Blumenkästen dürfen vor sich hin welken.
      Es dürfen sich Farben mischen, es muss nicht alles einheitlich eingedeckt sein und die Stühle dürfen auch 30 Jahre alt sein und noch aus der Haushaltsauflösung von Tante Gertrud stammen. All das darf auch so sein, wenn ihr eine Feier ausrichtet, zu der „Bekannte“ kommen. Das darf immer so sein, denn es ist euer zuhause und was andere Menschen denken kann euch egal sein!
    8. Mit einem Plan in den Tag starten
      Wenn du genau weißt was noch zu tun ist, dann läuft der „große Tag“ auch meistens recht reibungslos ab. Ein gutes Zeitmanagement und eine sinnvolle Aufgabenverteilung sind hier wichtig.
    9. Ruhe bewahren und Alternativen überlegen
      …besonders wenn die Feierlichkeiten wetterabhängig sind. Eine Gartenparty sollte immer eine überdachte Ausweichmöglichkeit bereit halten, je nachdem was ihr an Essen plant kann die Nummer vom Pizzalieferanten euer Rettungsring sein. Wenn etwas nicht nach Plan läuft,- gibt es jemanden der euch noch spontan unterstützen kann oder auch mal ein Auge auf die Kids wirft?
    10. Die Feier genießen
      Bitte sei an diesem Tag nicht nur Organisator und Gastgeber, sonder nimm mit Freude und Liebe selbst an deiner/eurer Veranstaltung teil. Setz dich zu deinen Gästen, spiele mit den (Besuchs)Kindern, genieß dein Essen. Lass es dir an diesem Tag besonders gut gehen!

    Unser Farbkonzept war wohl „bunt“. Aber ich mag das total. Die Kombination aus Gelb und Pink finde ich genial – so lebensfroh! Und das sollte eine Taufe doch nunmal auch sein. Es ist ein fröhliches Kinderfest – warum dann nicht einmal zu kräftigen Farben greifen?
    Die Tischdeko schreit natürlich jetzt nicht wirklich „MINIMALISMUS“ eher so: „VIEL HILFT VIEL“. Minimalistisch wird die Deko erst dadurch, dass ich nicht viel Neues dazu gekauft habe. Das meiste hatte ich bereits im Bestand, wie die Kerzenständer, Holzscheiben, Lichterketten etc.

    Zunächst hatte ich vor alles wie an einem Buffet aufzubauen. Habe mich dann aber spontan doch für das Eindecken der Tische entschieden. So sah es noch einmal festlicher aus und jeder fühlte sich eingeladen sich einen Platz zu suchen.

    Innen habe ich das Kuchenbuffet aufgebaut. Wie bereits zugegeben, hat Coppenrath und Wiese für uns gebacken. Am Morgen der Taufe habe ich die Kuchen nur aus dem Gefrierschrank geholt, auf Kuchenteller gesetzt und auf das Sideboard gestellt. Als wir nach der Taufe nach Hause kamen, waren sie aufgetaut und schmeckten sehr lecker!

    Unter dem Kuchen konnten die Gäste ihre Geschenke für unsere Tochter ablegen. Das sah richtig hübsch aus. Die Girlande hatten wir noch von unserer Hochzeit. Die Gläser mit den Süßigkeiten ebenso.

    Das Wetter war übrigens eine wilde Mischung aus Sonne, vielen Wolken und Regen. Gut, dass unsere Terrasse überdacht ist und wir die Wetterschutzscheiben haben.
    Wir waren aber tatsächlich ganz froh, dass die Sonne nicht zu viel und zu stark schien, denn im September steht sie bereits so tief, dass sie unter unserer Markise hindurch scheint.

    Die Blumen aus dem Garten ergänzen so hübsch die gekauften Rosen, Sonnenblumen, Hagebutten und das Schleierkraut. Absolut begeistert war ich von der Kombination mit den Äpfeln aus unserem Garten. Als Gastgeschenke durften die Kinder sich ein paar Äpfel vom Baum pflücken und mit nach Hause nehmen. Das war irgendwie ganz besonders.

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    Die Abendstimmung war ganz bezaubernd. Fast alle Gäste waren weg und wir haben uns noch einmal die Zeit genommen tief durchzuatmen, ein Gläschen zu trinken und die wunderschönen Lichter, das schöne Fest und die Liebe an diesem Tag in unsere Herzen einzuschließen.

    Welche Familienfeiern stehen bei dir demnächst an?

    Ich hoffe mein Beitrag hilft dir dein nächstes Fest gut zu planen und nicht in Stress zu geraten.
    Genieß es!

    Alles Liebe!

    Sophia

  • Drei Monate in Amerika

    Drei Monate in Amerika

    Als mein Mann im Sommer 2019 zu mir sagte: „es könnte sein, dass ich für das Projekt nach Amerika muss“, da wusste ich, dass dies eine Reise wird, die wir gemeinsam, das heißt zu dritt, antreten werden.

    Im Dezember 2019 ging dann alles extrem schnell. Plötzlich hatten wir alle Unterlagen für unsere Visa-Anträge und wir reisten am 01.01.20 nach Berlin. Nachdem wir unseren Termin im Konsulat hinter uns gebracht hatten, stand der großen Flugreise nichts mehr im Wege.

    Nur unsere Koffer hatten wir noch nicht gepackt, dabei sollte es ein paar Tage später schon los gehen.

    Wir sind mit unserem 1 1/2 jährigen Sohn übrigens problemlos die gut 600km nach Berlin hin und zurück gefahren. Er fährt sehr gerne Auto und wir haben günstige Zeiten abgepasst, sodass er die meiste Zeit der Fahrt verschlafen hat. Auch Berlin war für das kleine Würmchen keine große Sache mehr. Nachdem wir im Herbst erst 4 Hotels in zwei Städten in ca. 1,5 Wochen „getestet“ hatten, war der Besuch im Sheraton Grand Hotel Berlin und das Schlafen in der schönen Suit mit Panoramafenster kein Problem mehr.

    Zuhause angekommen hieß es: Packen!

    Packen für drei Personen, nur das nötigste und vor allem WARME Kleidung. Für uns ging es nämlich nach Ohio, in die Nähe von Cleveland.

    Sechs Koffer mit Kleidung, Skikleidung, Schuhe, Spielsachen und Arbeitsmaterialien. Handgepäck, das heißt Aktentasche, Handtasche, Rucksäcke, Kindersitz und Kinderwagen. All das luden wir in einen Family Van, den wir uns geliehen hatten und am Flughafen Frankfurt zurück geben konnten.

    Auch das Flughafenhotel in Frankfurt ist wärmsten zu empfehlen. Tolles Frühstück, schöne Zimmer und für Reward Members auch eine tolle Lounge mit leckerem Snack zum Abendbrot.

    Am Flughafen wurde es zunächst sehr stressig, da man in Frankfurt mit Gepäckwagen KEINE SKYTRAIN nutzen darf. Was für eine Katastrophe! All unser Gepäck in den paar Sekunden, die die Train hält, ein- und auszuladen, dabei nichts zu vergessen und auf das Kind aufzupassen, war eine echte Herausforderung. Merke: am Ausstieg im neuen Terminal stehen KEINE NEUEN GEPÄCKWAGEN zur Verfügung. Wer denkt sich denn so etwas aus???? Fragt mich nicht wie, aber wir haben es ins Flugzeug geschafft. Knapp! Sehr knapp! Der Zwerg und ich saßen pünktlich zum Abflugzeitpunkt im Flugzeug, ABER ohne meinen Mann! Der musste nämlich noch zum Drogenabstrich – Zufallsauswahl – wenn man Glück hat, hat man Glück 😉

    Das Flugzeug ist mit uns dreien an Board abgehoben und wieder gelandet, Einreise, Leihwagen abholen und der Weg zum Hotel haben gut geklappt.

    Wir haben im Residence Inn Cleveland Beachwood gewohnt. Geschockt von so viel Plastik, Synthetik und allgegenwärtiger Umweltverschmutzung, brauchte ich einige Zeit, um dort anzukommen.

    Auf den dortigen Lebensstil möchte ich an dieser Stelle gar nicht weiter eingehen. Für mich war es immer wieder eine große Herausforderung, mich den neuen Dimensionen, den Gewohn- und Gegebenheiten anzupassen. Das mag aber jeder anders empfinden.

    Im Laufe der Zeit wurde ich immer mutiger. Anfangs verschüchtert durch XXXXXXXL Geländewagen, anderen Ampelsystemen und der völlig fremden Umgebung, erschloss ich mir mit meinem Sohn nach und nach die Umgebung. Die nahegelegenen Indoor Spielplätze kamen uns bei den eisigen Temperaturen sehr gelegen. Und auch die Holzeisenbahn, mit der Kinder in einem Buchladen jederzeit spielen durften, gehörte mehrmals wöchentlich zu unserem Tagesprogramm.

    Ich traute mich sogar zu einem Kinderturnen und wir machten Ausflüge bis nach Cleveland. Ein Museumsbesuch, das Aquarium von Cleveland und die ein oder andere Shopping Mall, füllten unseren Alltag, während mein Mann viele Stunden täglich arbeiten war.

    Die zwei wichtigsten Programmpunkte unserer Woche waren das Einkaufen und kochen im Hotelzimmer, sowie Spaziergänge im nahegelegenen Nationalpark.

    Anfangs nervte es mich immer überall hinfahren zu müssen. Für alles brauchten wir ein Auto, dabei waren die Wege gar nicht besonders lang. Nur leider war die Infrastruktur für Fußgänger quasi nicht existent. Dazu hatten wir meistens strenge Minusgrade und wöchentlichen Schneefall.

    Besonders spektakulär gestalteten wir uns die Wochenenden.

    Ein verlängertes Wochenende verbrachten wir in New York, ein anderes fuhren für ca. 300km oneway für ein Eishockeyspiel. Wir besichtigten eine Tropfsteinhöhle, die Niagarafälle und gingen zwei-drei Mal zum Basketball.
    Auch die Ausflüge in nahegelegene Orte waren spannend und meistens bitterkalt.

    Unsere Reise endete früher als geplant und sehr abrupt. Danke Covid19. Dich gab es zu unserer Zeit in Amerika angeblich noch kaum, aber wir wurden eines besseren belehrt. Trotz angeblich nur 3 positiven Fällen in ganz Ohio, erkrankte mein Mann plötzlich schwer. So krank habe ich ihn noch nie gesehen. Wir fuhren ins Krankenhaus, berichteten, dass er in einem internationalen Unternehmen arbeitet, natürlich mit international gereisten Kollegen engen Kontakt hatte. Die Sorge des Klinikpersonals vor Corona war so groß, dass wir zunächst fast zwei Stunden im Auto warten mussten, ehe mein Mann durch einen Seiteneingang hinein durfte. Er wurde auf Grippe getestet. Dieser Test war positiv und somit schlossen die Ärzte eine Covid19 Erkrankung aus. Die Logik erschloss sich uns nicht, aber es gab ja nun auch im Prinzip keine Fälle in Ohio. Jedenfalls offiziell.

    Mit Medikamenten ausgestattet wurde er abends wieder entlassen und er wurde im Laufe der Woche immer fitter. Leider erkrankte zeitgleich auch noch unser kleiner Sohn. Mit zwei kranken Männern endete unsere letzte Woche in Amerika, denn dies war auch die Woche, in der Herr Trump die Grenzen für Reisende aus Europa schloss. Zum Glück ging es meinem Mann am Freitag wieder so gut, dass wir gemeinsam entschieden sofort zurück zu fliegen. Die Flüge wurden also umgebucht, Koffer sofort gepackt und drei Stunden später saßen wir abflugbereit auf all unserem Gepäck. Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Auto zum Flughafen und ab nach Hause. Dem Zwerg ging es zwar deutlich besser, aber fit war er noch lange nicht. So hat er aber die meiste Zeit der Reise geschlafen und konnte sich zuhause richtig auskurieren.

    Am Montag erledigte ich erst einmal unseren Wocheneinkauf. Mir war es so unangenehm den Wagen so voll zu stopfen, weil ich nicht den Eindruck erwecken wollte, Hamsterkäufe zu tätigen. Aber nach fast dreimonatiger Abwesenheit, muss man doch den ein oder anderen Vorrat wieder auffüllen. Mensch, was war hier los in Deutschland. Damals konnten wir die Panik, die Angst und Stimmung, die hier herrschte überhaupt nicht nachvollziehen. Mein Einkauf: ein Erlebnis der Sonderklasse. Als ich nach Hause kam, legte mein Mann gerade das Telefon zur Seite, schaute mich an und ich wusste, dass etwas nicht stimmte. Das Office in Amerika, in dem er all die Wochen zuvor gearbeitet hat, war dicht. Quarantäne! Mindestens ein positiver Fall auf Seiten des Kunden, alle Mitarbeiter sollen sich testen lassen. Im März 20, man erinnere sich, war das mit dem testen lassen und dem Besuch in Arztpraxen noch gar nicht so einfach. Wir haben es dennoch geschafft und siehe da: mein Mann war positiv. Hatte er Grippe und Corona gleichzeitig? Woran hat sich unser Zwerg angesteckt? Wir wissen es nicht.

    Jedenfalls war das ein Ende unserer Reise, welches wir uns niemals ausgemalt hätten. Abrupt, etwas traurig, krank, aber dennoch ein gutes Ende.

    Zwischenzeitlich viel mir die Zeit in Amerika sehr schwer. Ich vermisste meine Familie, mein soziales Umfeld. Ich vermisste einfach aus der Tür zu gehen und mal eben beim Bäcker leckere Brötchen zu kaufen und dies mit einem kleinen Spaziergang zu verbinden. Ich vermisste irgendwann die Frühjahrsboten, denn bei uns war alles unter einer dicken Schneedecke verborgen. Mich nervte das verdammte Plastik, dass man einfach nicht vermeiden konnte. Ich konnte Toastbrot und Erdbeeren im Winter nach kurzer Zeit nicht mehr sehen und wollte mal wieder vernünftig und gesund essen können.

    Aber insgesamt schauen wir auf eine einzigartige und ganz grandiose Zeit zurück. Was musste ich mich häufig überwinden. Ich musste so häufig lernen Dinge anzunehmen, neues ausprobieren. Auf fremde Menschen zugehen, um Hilfe und Rat zu fragen. Wir erlebten tolle und unvergessliche Tage als Familie und ich lernte meinen eigenen Radius nach und nach ganz eigenständig zu erweitern. Ich übernahm unheimlich viel Verantwortung für mein Kind, für mich und sorgte für meinen Mann, der beruflich sehr ausgelastet und am Ende auch noch krank war.

    Wir sahen Städte und Landschaften, wie man sie in Europa nicht findet. Und wir wuchsen als Familie zusammen. Noch enger, noch liebender, wir waren noch mehr für einander da, als bisher sowieso schon. Mein Mann und ich waren der sichere Hafen für unseren kleinen Sohn und gleichzeitig zeigten wir ihm so viel von der großen weiten Welt.

    Nach Ohio muss ich nicht noch einmal, aber sollte sich uns jemals wieder die Möglichkeit einer Reise, einer Veränderung bieten, wir werden sie antreten. Zusammen als Familie und gleichzeitig jeder für sich.

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